Anträge

Errichtung eines zweiten städtischen Kindergartens

Veröffentlicht

Gemeinderatssitzung am 28.06.2019

Anträge:

  1. Die Stadtgemeinde Pinkafeld errichtet einen zweiten städtischen Kindergarten, der auch die räumlichen Erfordernisse für eine Kinderkrippe umfasst.
  2. Mit der Projekterstellung inkl. Planung soll sofort begonnen werden und diese bis spätestens 28.02.2020 abgeschlossen sein.
  3. Es soll eine Gesamtplanung erstellt werden, die eine modulare Umsetzung ermöglicht.
  4. Der Standort soll nach Möglichkeit auf dem Areal bei der Neuen Mittelschule (Schloßpark/Hauptschulpark) sein.
  5. Für diesen zweiten Standort ist bis spätestens 30.09.2019 ein pädagogisches Konzept zu erarbeiten.
  6. Die Planungen bezüglich der räumlichen Gestaltung und Ausstattung müssen das pädagogische Konzept des neuen Standortes berücksichtigen.
  7. Für die Umsetzung des Projektes zweiter städtischer Kindergarten wird eine Projektgruppe eingerichtet.

Begründung:

Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung in Pinkafeld und der Tatsache, dass die außerfamiliäre Kinderbetreuung in allen Altersgruppen quantitativ zunimmt brauchen wir mehr Plätze in allen Bereichen der Betreuungseinrichtungen: dem Kindergarten, der Kinderkrippe und dem Tagesheim.

Es steht außer Streit, dass Pinkafeld einen zweiten städtischen Kindergarten benötigt. Am 13. November 2017 hat der Gemeinderat auf Antrag von NEOS einstimmig die Errichtung einer Arbeitsgruppe zum Thema Kinderbetreuungseinrichtungen in Pinkafeld beschlossen. In mehreren Arbeitssitzungen hat sich die Arbeitsgruppe intensiv mit der Aufgabenstellung befasst und verschiedene Lösungsmöglichkeiten diskutiert.

Über folgende Punkte hat sich die Arbeitsgruppe am 05. November 2018 einstimmig verständigt:

  1. Zukünftiger Bedarf bei den Kinderbetreuungseinrichtungen
    * 9 Kindergartengruppen (derzeit 7 – davon 1 provisorisch)
    * 3 – 4 Kinderkrippengruppen (derzeit 2)
    * 4 – 5 Tagesheimgruppen (derzeit 3)
  2. Aufgrund dieses Bedarfes, der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie der derzeitigen räumlichen Ressourcen und Gegebenheiten ist die Errichtung eines zweiten städtischen Kindergartens notwendig.
  3. Am bestehenden Standort werden in Zukunft maximal 6 Gruppen geführt.
  4. Die Planung des zweiten Standortes berücksichtigt neben den Kindergarten auch den notwendigen Bedarf für die Kinderkrippe. Aus jetziger Sicht bedeutet das für den zweiten Standort: 3 Kindergartengruppen, 2 Kinderkrippengruppen.

Wir müssen jetzt aber endlich handeln und entscheiden, um auch zukünftig ausreichend Kinderbetreuungsplätze zu haben. Die Gemeinde muss zeitgerecht Voraussetzungen schaffen, damit jedes Kind eine Kinderbetreuungsplatz-Garantie hat.

Wir müssen mit der Projekterstellung und Planung sofort beginnen und schauen, dass wir rasch in die Umsetzung kommen.

Für diese weitere Kinderbetreuungseinrichtung muss die Gemeinde als Rechtsträger Fachkräften ein pädagogisches Konzept erarbeiten, nach dem aktuellen Stand der einschlägigen Wissenschaften, insbesondere der Pädagogik, Psychologie, Erziehungswissenschaft und Qualitätsforschung. Dieses Konzept und die pädagogische Orientierung müssen natürlich bei der Planung der räumlichen Gestaltung und Ausstattung berücksichtigt werden. Sie bilden die Grundlagen dafür. Nach dem pädagogischen Konzept richtet sich die Architektur und Ausstattung und nicht umgekehrt.

Mit dem neuen Standort hat die Gemeinde die Möglichkeit alterserweiterte Kindergartengruppen mit einer Pädagogik des offenen Arbeitens einzuführen. Das wäre ein neues Angebot für die Familien in unserer Stadt.

Als möglichen Standort schlagen wir das Areal bei der Neuen Mittelschule vor. Anzudenken wäre aber auch die Errichtung auf dem Kasernenareal.

Für die Realisierung dieses Projektes schlagen wir vor, neue Kooperationsmodelle auszuloten. Ein konkreter Vorschlag, den wir bereits am 28.05.2018 gemacht haben ist die OSG als Partner zu gewinnen. Die OSG ist in vielen Gemeinden kompetenter Partner bei kommunalen Bauprojekten, so auch bei Kindergartenbauten. Wir haben diesbezüglich auch schon mit dem Geschäftsführer der OSG gesprochen.

Alle Anträge wurden mehrheitlich abgelehnt